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Das Auge isst mit! – Das Anschreiben und seine Form

Heute nehmen wir den wohl schwierigsten Bestandteil einer Bewerbung unter die Lupe: Das Anschreiben. Und weil es dazu so unglaublich viel zu sagen gibt, werden wir das Ganze in mehreren Etappen in Angriff nehmen.

 

Also fangen wir ganz langsam an und nehmen uns für das Erste die formalen Anforderungen und die Anrede vor, bevor wir uns dem Inhalt en Detail widmen.

 

Eines sei vorangestellt: Die richtige Form ist für einen guten ersten Eindruck Eurer Bewerbung unerlässlich! Das hat in der Regel aber nichts mit Pedanterie des Personalers zu tun, sondern mit der Frage, wie man sich selbst in einem professionellen Umfeld darstellen möchte. Man ist quasi, was man schickt.

 

Dabei kommt zunächst immer die Anschrift des Bewerbers, dann die Anschrift des Unternehmens (besonders bei E-Mail-Bewerbungen ist das natürlich nicht zwingend notwendig und spielt nur eine Rolle, wenn das Unternehmen z.B. verschiedene Standorte hat), und darunter der Betreff, der unbedingt einen eindeutigen Bezug zur ausgeschriebenen Stelle enthalten muss. Dazu gehören, wenn vorhanden, auch die Referenznummer und nach Möglichkeit der Fundort der Ausschreibung. Für den Personaler ist es nämlich wichtig zu erfahren, welche Maßnahmen im Personalmarketing schließlich zum Erfolg geführt haben.

 

Wenn Ihr Euch unsicher seid, es ganz genau nehmen wollt und das Bedürfnis habt, Euer Wissen bezüglich den Formalien eines Briefes aufzufrischen, dann findet Ihr unter http://de.wikipedia.org/wiki/DIN_5008 nochmal die gängigen Vorschriften für Schreib- und Gestaltungsregeln für die Textverarbeitung. Allerdings ist noch kein passender Kandidat abgelehnt worden, weil er DIN 5008 nicht im Detail eingehalten hat ;)

 

Was Ihr anschließend bei der Anrede tunlichst und wirklich um jeden Preis vermeiden solltet, sind unpersönliche Formulierungen wie „Sehr geehrte Damen und Herren,…“ oder ähnliche schwammige Wortlaute. Hier gilt definitiv: Direkte, persönliche Anrede ist Trumpf!

 

Auch Personaler haben Namen und sollten diese nicht unmittelbar aus der Stellenanzeige hervorgehen, dann greift zum Hörer und ruft einfach durch, um Euch zu erkundigen, an wen Ihr Eure Bewerbung richten sollt. Dabei beißt Euch garantiert niemand den Kopf ab. Im Gegenteil, es macht immer einen guten Eindruck, wenn ersichtlich wird, dass der Bewerber sich wirklich um den Job bemüht. Oft lassen sich die Ansprechpartner auch leicht per Google rausfinden. Wenn man die kennt, weiß man dann übrigens später auch genau, an wen man sich wendet, wenn man Fragen hat oder rummaulen will, weil die Antwort ewig auf sich warten lässt.

 

Oder Ihr stöbert mal im Internet auf der Homepage des Unternehmens. Bei dieser Gelegenheit könnt Ihr auch gleich ein paar Informationen über die Firma sammeln. Diese sind nicht nur nützlich, wenn es darum geht, Euer Anschreiben inhaltlich auszuschmücken oder später im Vorstellungsgespräch zu glänzen – Sie können Euch außerdem als Orientierungsmaßstab dienen und vielleicht noch offene Fragen schon im Vorhinein klären: Passe ich in das Unternehmen? Finde ich zusätzlich noch wichtige Details zur ausgeschriebenen Stelle?

 

Das sollte für den Anfang genügen. Nächste Woche werden wir uns dann an den Inhalt des Anschreibens herantasten.

 

Ach, und dann kommt da immer noch die Frage zur Länge von Anschreiben, Lebenslauf und Co: Irgendwer muss mal verbreitet haben, dass es existentiell ist, ob ein Anschreiben eine oder zwei Seiten lang ist. Das ist vollkommen egal. Hier gilt: Form follows function. Wer viel zu erzählen hat, kann auch ein längeres Anschreiben verfassen. Wer noch nicht so viel erlebt hat, soll sich aber bitte nicht auf Biegen und Brechen zwei Seiten verschwurbelte Sätze aus den Rippen schrauben.

 

TIPP!

Wenn Ihr noch kein kostenloses Konto bei uns habt, könnt Ihr hier eins einrichten und Euren Lebenslauf hochladen.  Jetzt im Herbst werden wir vielen attraktiven Arbeitgebern Zugang zu unserer CV-Datenbank gewähren. Viele neue spannende Jobs warten auf Euch!

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  • Anioerh

    tolle info und sehr hilfreich

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