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Leukämiemedikament mit schwerwiegenden Nebenwirkungen

Die Food and Drug Administration (FDA) warnt vor den lebensbedrohlichen Nebenwirkungen des seit August diesen Jahres zugelassenem Leukämiemedikament Iclusig.

Die Food and Drug Administration (FDA) warnt vor den lebensbedrohlichen Nebenwirkungen des seit August diesen Jahres zugelassenem Leukämiemedikament Iclusig.

Das Arzneimittel Iclusig wird bei Patienten, die an der Philadelphia-Chromosom-positiven akuten Lymphoblastenleukämie (Ph+ ALL) und chronisch-myeloischer Leukämie (CML) angewendet, wenn herkömmliche Tyrosinkinaseinhibitoren, wie Dasatinib oder Nilotinib, von den Betroffenen entweder nicht vertragen werden, oder keine wirken zeigen.
Iclsuig enthält den Wirkstoff Ponatinib und soll ausschließlich als Reservemedikament dienen, aufgrund der langen Liste der Nebenwirkungen. Diese zählt beispielsweise neben den Einflüssen auf die Skelettmuskulatur, die Leber und die Galle, auch Anämien, eine Verminderund der Thrombozytenzahl und der Anzahl der weißen Blutzellen auf.
Vor diesen und weiteren Nebenwirkungen wird in der Fachinformation zwar bereits hingewiesen, jedoch waren die Ausmaße bislang scheinbar deutlich unterschätzt.
So warnt die FDA aufgrund von neuen Studienergebnissen des Herstellers vor Herzinfarkten und Schlaganfällen ,da bei rund 20% der Patienten, die mit Iclusig behandelt wurden, Blutgerinnsel oder Verengungen der Blutgefäße auftraten , die Myokardinfarkte, Schlaganfällen, Verengungen von Arterien und allgemeine Verschlechterungen der koronaren Herzkrankheit zur Folge haben.
Das bisherige Risiko eines Herzinfarkts wird allerdings nur auf 2,9% geschätzt und auch das Risiko, an venösen Trombosen zu erkranken wird in der aktuellen Fachinformation mit lediglich 3% gekennzeichnet.

Sobald die Auswertung der Ergebnisse vollendet ist, wird sich die FDA erneut zu dem Leukämiemedikament und dessen zukünftiger Anwendung widmen.