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Neuentwickelter Rheuma-Impfstoff zeigt Wirkung

Laut einer Pilotstudie im Science Translational Medicine, entwickelten Forscher aus Brisbane eine neuartige Immuntherapie gegen Rheuma. Bei dieser bekommen die Patienten einmalig genetisch modifizierte dendritische Zellen unter die Haut injiziert, dabei konnten Forscher den Rückgang von geschwollenen Gelenken und die Verminderung der Entzündungsaktivität, beobachten.

Laut einer Pilotstudie im Science Translational Medicine, entwickelten Forscher aus Brisbane eine neuartige Immuntherapie gegen Rheuma. Bei dieser bekommen die Patienten einmalig genetisch modifizierte dendritische Zellen unter die Haut injiziert, dabei konnten Forscher den Rückgang von geschwollenen Gelenken und die Verminderung der Entzündungsaktivität, beobachten.

Rheumatoide Arthritis zählt zu den Autoimmunerkrankungen, körpereigenen Strukturen werden von T-Zellen angegriffen. Genaue Angriffsziele sind nicht bekannt.

Die Mehrheit der behandelten Patienten, trägt den CCP-Antikörper (cyklische-citrullinierte Peptid) im Blut. Diesen entschieden die Forscher der Universität Queensland in Australien, zum Ansatzpunkt ihrer Immuntherapie zu machen, in jener das Immunsystem den CCP, als normalen Bestandteil des Körpers akzeptieren und nicht weiter angreifen soll. Die dendritischen Zellen befinden sich sowohl in der Haut, als auch in der Schleimhaut, als Vorposten des Immunsystems und sollen den Forschern als Vehikel dienen.

Aus dem Blut der Patienten konnten Forscher Vorläufer dieser Zellen gewinnen, jene im Labor mit CCP kombiniert werden konnten und anschließend als Zusammensetzung den Patienten unter die Haut gespritzt wurde. Zeigt die Therapie Wirkung, sollten sich die dendritischen Zellen ihren Weg über die Lymphbahnen zum nächstgelegenen Lymphknoten suchen und dort für die Bildung der regulatorischen T-Zellen sorgen.

Untersucht wurden 18 Patienten mit Anti-CCP-positiver rheumatischer Arthritis von November 2009 bis März 2011 im Princess Alexandra Hospital, in Brisbane, mit zwei unterschiedlichen Dosierungen des Rheuma-Impfstoffs „Rheumavax“, es bestand des Weiteren noch eine Kontrollgruppe aus weiteren 16 Patienten.

Verträglichkeit war das Ziel der Phase 1-Studie, die laut der Daten ohne Sicherheitsprobleme abgeschlossen werden konnte. Es wurde lediglich ein vorübergehender Abfall von Leukozyten und Lymphozyten bei 6 Patienten festgestellt und bei weiteren 2 kam es zu einem Anstieg der Leberenzyme oder zu einer leichten Anämie (Blutarmut). Somit konnten die Ärzte einen Monat später einen Abfall der Effektor-T-Zellen und einen Anstieg der regulatorischen T-Zellen registrieren. Weiterhin stellten die Ärzte eine günstige Reaktion des Immunsystems, eine klinische Wirkung und den Rückgang der Konzentration des C-reaktiven Proteins und einiger proinflammatorischen Zytokine, sowie die Krankheitsaktivität bei Patienten mit geschwollenen Gelenken fest.

Die Forscher sind zuversichtlich, auch wenn die klinische Aussagekraft einer Pilotstudie eher begrenzt ist. Infolgedessen arbeitet die Start Up-Firma „Dendright“ mit dem Unternehmen Janssen Biotech gemeinsam an der Entwicklung. Stellt sich dieses Konzept als erfolgreich und sicher heraus, gibt es die Chance auf weitere Immuntherapien gegen andere Autoimmunerkrankungen, ähnlich wie bei Typ 1-Diabetes.

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