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Onkolytisches Herpesvirus gegen Krebs - Phase 3-Studie effektiv

In einer internationalen Phase 3 – Studie stellte man bei bereits fortgeschrittenen Melanomen einen langfristigen Rückgang eben solcher fest. In New Brunswick/ New Jersey wurde dafür ein genverändertes Herpesvirus injiziert, welches sich in den Krebszellen vermehrt. Die Aufmerksamkeit des Körpers richtet sich somit auf den Tumor.

In einer internationalen Phase 3 – Studie stellte man bei bereits fortgeschrittenen Melanomen einen langfristigen Rückgang eben solcher fest. In New Brunswick/ New Jersey wurde dafür ein genverändertes Herpesvirus injiziert, welches sich in den Krebszellen vermehrt. Die Aufmerksamkeit des Körpers richtet sich somit auf den Tumor.

Noch dieses Jahr hofft der Hersteller auf die Zulassung durch die Arzneibehörden. Er ist jedoch nicht der Einzige, der mit onkolytischen Viren experimentiert. Eine ganze Reihe von Produzenten versuchen sich an dem Mittel, welches die Krebszellen infizieren und vernichten soll. Die Firma Amgen ist derzeit führend was den Fortschritt angeht. Ihr Virus nennt sich Talimogene laherparepvec, kurz T-VEC.
Das genmodifizierte Herpesvirus des Typs I. soll nach Möglichkeit nur Tumorzellen angreifen und zerstören. Verstärkt werden soll die Wirkung durch das Gen GM-CSF, welches die Immunantwort gegen die bösartigen Zellen noch steigert.

T-VEC wurde bisher an 83 Zentren, an insgesamt 439 Patienten getestet, deren Melanome in den Stadien IIIb, IIIc und IV waren und welche somit nicht mehr chirurgisch entfernt werden konnten. Man teilte die 2 zu 1 in 2 Gruppen auf. Die 1. Gruppe bekam alle 2 Wochen eine T-VEC Injektion. Die 2. Gruppe bekam in den ersten 14 Tagen eines 28-Tage-Zyklus subkutan GM-CSF injiziert. Die Gesamtdauer der Therapie wurde auf 18 Monate begrenzt.

Die Zwischenergebnisse wurden bisher mehrmals auf dem Jahreskongress der American Society of Clinical Oncology (ASCO) besprochen. Dabei wurde die dauerhafte Ansprechrate (durable response rate, DRR) als komplette oder partielle Remission definiert, die wenigstens über einen Zeitraum von 6 Monaten geht.

Die DRR war neun Mal höher, wenn die Patienten mit dem onkolytischen Herpesvirus behandelt wurden. Dieser Fakt ist überaus relevant für die Zulassung dieses Mittels.
Am 27. Oktober diesen Jahres soll die US-Arzneibehörde, FDA, eine Entscheidung treffen. Der Hersteller rechnet aufgrund der Umstände mit guten Chancen für die Zulassung. Für die Stadien IIIb, IIIc und IV besteht eine gesteigert Lebenszeit von 21,1 auf 41 Monaten.

Die Behandlung kann außerdem als Kombi mit den, bisher in den letzten Jahren bereits zugelassenen, Immuntherapien wie Ipilimumab und Nivolumab verwendet werden. Zu diesem Zeitpunkt liegen dazu noch keine klinischen Daten vor.

In der „westlichen Welt“ wäre Talimogene laherparepvec das erste onkolytische Virus gegen Krebs. In China wurde schon 2003 ein mit Gendicine erstelltes Präparat zugelassen, welches für Patienten mit Krebs im Hals-Nasen-Ohren Bereich geeignet ist.

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