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Warnung vor dem Nierenzelltumor

Wäre es ratsam, eine gesetzliche Früherkennung für Nierenzelltumore einzuführen, oder nicht?

Beachtet man die hohe Zahl von 16.500 Neuerkrankungen allein in Deutschland pro Jahr, sowie die Tatsache, dass das Nierenzellkarzinom die dritthäufigste urologische Krebsart, nach dem Blasen- und Hodenkrebs ist, wird deutlich, das es ratsam wäre eine gesetzliche Früherkennung
einzuführen - vor allem da der Krebs im frühen Stadium besser zu behandeln ist. Hat der Tumor aber Metastasen im umliegenden Bauchgewebe oder anderen Organen gebildet, wird die Behandlung kompliziert.

Wäre es ratsam, eine gesetzliche Früherkennung für Nierenzelltumore einzuführen, oder nicht?

Beachtet man die hohe Zahl von 16.500 Neuerkrankungen allein in Deutschland pro Jahr, sowie die Tatsache, dass das Nierenzellkarzinom die dritthäufigste urologische Krebsart, nach dem Blasen- und Hodenkrebs ist, wird deutlich, das es ratsam wäre eine gesetzliche Früherkennung
einzuführen - vor allem da der Krebs im frühen Stadium besser zu behandeln ist. Hat der Tumor aber Metastasen im umliegenden Bauchgewebe oder anderen Organen gebildet, wird die Behandlung kompliziert.
So rät der Präsident der Deutschen Gesellschaft für Urologie (DGU) Michael Stöckle, eine Früherkennungs-Untersuchung einzuführen, die die Krankenkassen regelmäßig übernehmen. Nierenzelltumore werden nämlich meist nur zufällig bei einer Ultraschalluntersuchung des Bauchraumes entdeckt, da sich im Frühstadium nur selten Symptome zeigen, die dann aber auch nicht spezifisch sind.
Die Symptome sind neben allgemeinen Erscheinungen wie Müdigkeit, Fieber, Leistungsminderung, Appetitlosigkeit und Gewichtsverlust, hoher Blutdruck, Blutarmut, Schmerzen im Flanken und Rückenbereich, Blut im Urin und eine tastbare Geschwulst im Bauchraum, sobald der Tumor sich im fortgeschrittenem Stadium befindet.
Außer bei betroffenen Personen, die älter als 75 Jahre sind und der Tumor noch sehr klein ist, wird und muss das Karzinom operativ entfernt werden, da weder eine Chemotherapie, noch eine Bestrahlung wirksam ist. Ziel bei einer OP ist es stets die Niere zu erhalten.
Diesbezügliche Langzeitstudien konnten nämlich belegen, dass die Heilungschance bei Erhalt des Organs ebenso gut ist, wie bei der vollständigen Entfernung der Niere.

Das Behandlungsverfahren wird entschieden, nachdem das Stadium des Tumors in die TNM- Klassifikation eingeteilt wurde. Dabei steht das „T“ für die Ausdehnung und Größe des Tumors, „N“ für die Anzahl der von Metastasen befallenen Lymphknoten in der unmittelbaren Umgebung und „M“ für Metastasen, die weiter entfernte Organe befallen haben. Hierbei treten die Tochtergeschwülste oft in der Lunge, Leber, dem Gehirn und in den Knochen auf.